Konzept

Das Pferd als Co-Trainer
Die Suche nach einem passenden Coach gestaltet sich nicht immer ganz einfach. Er muss professionell und kompetent arbeiten, sich nicht von eigenen Motiven leiten lassen, transparent und offen arbeiten und den Klienten effektiv auf seinem Weg zum Ziel begleiten. Doch auch Zwischenmenschlichkeit ist von großer Bedeutung im Coachingprozess. Wer könnte all diese Anforderungen besser erfüllen als der Co-Trainer Pferd?
Pferde werden in ihrem Wesen oft unterschätzt. Dabei sind sie hoch sensible Wesen und nehmen den Menschen und andere Tiere äußerst differenziert wahr. Sie reagieren direkt und sofort auf jedes noch so unbewusste Detail – sei es Geruch, Verhalten, Ausstrahlung. Damit wird das Pferd auch oft als „Spiegel“ für menschliches Verhalten bezeichnet, der klar und unmittelbar die persönliche Wirkung in Bezug auf eindeutige Kommunikation, authentisches Auftreten, Respekt und natürlicher Autorität aufzeigt. Dies impliziert bewusste und unbewusste Reflexions- und Erkenntnisprozesse und den Abgleich von Fremd- und Selbstbild. Wertfreies Feedback, Geduld und Freundlichkeit zeichnen die Arbeit mit dem Pferd ebenso aus. Als Experten für nonverbale Kommunikation und ihr unvoreingenommenes, unbestechliches Wesen werden Teilnehmer, die sich verstellen, sofort entlarvt. Die Vierbeiner ermöglichen dem Coachee herausragende Entwicklungsschritte und emotionale Coaching-Situationen Lerneffekte, die vor allem nachhaltig und sehr intensiv sind.

Wirft man einen Blick auf die Evolutionsgeschichte des Pferdes so gibt es drei wichtige Kernpunkte, die bis heute den Umgang mit Pferden prägen. Pferde sind Lauf-, Flucht- und Herdentiere. Neben einem ausgewogenen Maß an Bewegung suchen Pferde Führung im Sinne einer Balance von Respekt, Vertrauen und Authentizität. Somit folgen Pferde nur den Menschen, die ein gesundes Maß an Selbstvertrauen, Zielbewusstsein und Glaubwürdigkeit ausstrahlen. Diese Werte und Eigenschaften gelten jedoch nicht nur im Kontext mit den Vierbeinern; Sie verstehen sich auch als Basis erfolgreicher Führung und Teamarbeit, die auf den betrieblichen als auch auf den persönlichen Kontext übertragbar sind.
Innerhalb eine Herde herrscht –genauso wie in den meisten Unternehmen – eine feste Hierarchie. Innerhalb dieser Hierarchie hat das Pferd als auch der Mensch ein feines Gespür für Dominanz und Führung entwickelt. Meist braucht es keinen verbalen Austausch – Nonverbale Signale verraten uns, wer da gerade vor uns steht. Leitstute und Hengst innerhalb einer Herde sind die Pferde, die sich beispielsweise durch Aufmerksamkeit, Führungscharisma, Erfahrung, Achtsamkeit und ständige Präsenz für die Leitung der Herde qualifiziert haben. Die Leittiere werden jedoch nur so lange als solche akzeptiert, wie sie eben genannten Führungskompetenzen aufrecht erhalten können. In der Zusammenarbeit des Menschen mit dem Pferd oder einem anderen Menschen, bei jeder Begegnung, bei jedem Kontakt und bei jeder Annäherung, kann oder soll der Mensch diese Führungsrolle übernehmen. Um dem Pferd die nötige Sicherheit in der Zusammenarbeit geben zu können, muss der Mensch sich als authentischer, vertauenserweckender, aber auch selbstbewusster Anführer präsentieren. Nur so folgt ihm das Pferd motoviert und freiwillig. Dabei spielen die Körpersprache als auch subtile Signale, die aus der inneren Einstellung resultieren, eine wichtige Rolle.
Der Mensch muss somit (gewaltfrei!) die Anführerschaft in dieser „Herde“, bestehend aus sich selbst und dem Pferd, übernehmen. Tut er dies nicht, nimmt das Pferd ihn nicht mehr ernst, das Vertrauen schwindet und das Pferd sucht nach einem neuen Anführer.

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